Definition
Internationalisierung ist die Expansion eines Unternehmens über den Heimatmarkt hinaus.
Die Herausforderung dabei ist, dass man die Produkte oder Dienstleistungen nicht immer eins zu eins in anderen Ländern verkaufen kann, da andere Länder andere Sitten und Traditionen, Konsum- und Lebensgewohnheiten oder Geschmäcker haben.
Das Unternehmen muss entscheiden, in welche Länder es gehen möchte – und wie.
Möglichkeiten des Markteintritts
Der Markteintritt in Exportmärkte kann zum Beispiel erfolgen über:
- Export;
- Lizenzierung;
- Repräsentanzbüro;
- Vertriebsgesellschaft;
- Vertriebspartnerschaften;
- die Gründung eigener Produktionsgesellschaften / Werke in den jeweiligen Ländern.
Zeitliche Markteintrittstrategien
Strategien für den Markteintritt in andere Länder sind:
- Wasserfallstrategie (nach und nach: erst Italien, dann Frankreich, dann Spanien);
- Sprinklerstrategie (gleichzeitig: Italien, Frankreich und Spanien im selben Zeitraum);
- Brückenkopfstrategie (zum Beispiel Brasilien als Brückenkopf für Südamerika).
Fazit
- Definition: Internationalisierung bezeichnet die Expansion eines Unternehmens über den Heimatmarkt hinaus in ausländische Märkte.
- Anpassungsbedarf: Produkte und Leistungen können nicht immer 1:1 übertragen werden – unterschiedliche Kulturen, Gewohnheiten und Geschmäcker erfordern lokale Anpassungen.
- Markteintrittswege: Export, Lizenzierung, Repräsentanzbüro, Vertriebsgesellschaft und eigene Produktionsgesellschaft – mit steigendem Kapitaleinsatz und zunehmender Kontrolle.
- Timing-Strategien: Wasserfallstrategie (sukzessiv, Markt für Markt) vs. Sprinklerstrategie (nahezu gleichzeitig in alle Zielmärkte).
Selbsttest
Frage 1: Welche Markteintrittsstrategie erfordert den geringsten Kapitaleinsatz?
Frage 2: Was unterscheidet die Wasserfallstrategie von der Sprinklerstrategie?
Frage 3: Warum müssen Unternehmen ihre Produkte im Ausland oft anpassen?
Frage 4: Was kennzeichnet die Lizenzierung als Markteintrittsstrategie?