Definition
Die Zielsetzungstheorie nach Locke und Latham ist eine Motivationstheorie und -strategie.
Annahme: Ziele motivieren
Danach motivieren Ziele Menschen zur Leistung: Das Ziel „Ich will Fußballprofi werden!“ motiviert dazu, jahrelang mehrmals die Woche hart zu trainieren.
Und das soll in die Arbeitswelt übertragen werden.
Moderatoren: beeinflussen die Motivation
Nach der Zielsetzungstheorie gibt es noch Moderatoren, welche die Motivation beeinflussen:
- Ziele sollten genau / spezifisch und herausfordernd (etwas außerhalb der Komfortzone) formuliert werden („Fußballprofi“ motiviert stärker und langfristiger als „Ich will einer der 3 Besten meiner Mannschaft sein.“);
- Regelmäßige Rückmeldungen über die Leistung und die Fortschritte fördern die Motivation („Bin auf dem richtigen Weg.“);
- Die Ziele sollten angenommen werden, als sinnvoll oder erstrebenswert scheinen, im Einklang mit den eigenen Werte stehen (in Unternehmen verfolgen Arbeitnehmer ja nicht selbstgewählte Ziele).
Fazit
- Zielsetzungstheorie (Locke & Latham): spezifische und herausfordernde Ziele motivieren stärker als vage oder leichte Ziele.
- Drei Moderatoren steigern die Wirkung: Spezifität des Ziels, regelmäßiges Feedback über Fortschritte und Akzeptanz des Ziels als sinnvoll und erstrebenswert.
- Praxisrelevanz: präzise Zielformulierung (z. B. SMART-Kriterien) + kontinuierliches Feedback – zentrales Element moderner Mitarbeiterführung.
Selbsttest: Zielsetzungstheorie
Welche Ziele motivieren laut der Zielsetzungstheorie am stärksten?
Welcher Moderator beeinflusst laut Zielsetzungstheorie die Wirkung von Zielen?
Richtig oder falsch?
Ziele müssen laut Zielsetzungstheorie als sinnvoll und erstrebenswert akzeptiert werden, um motivierend zu wirken.
Richtig
Falsch
Leichte Ziele motivieren laut der Theorie stärker als herausfordernde, weil Erfolgserlebnisse häufiger eintreten.
Richtig
Falsch
Nochmal versuchen