Definition
Mit einem Streifendiagramm können (wie auch mit dem Kreisdiagramm) prozentuale Anteile bzw. relative Häufigkeiten gut dargestellt werden, wenn nur einige wenige Merkmalsausprägungen (v.a. bei nominalskalierten Merkmalen) vorliegen.
Die einzelnen Streifenflächen des Streifendiagramms sind proportional zu den Anteilen bzw. relativen Häufigkeiten.
Beispiel
Beispiel Streifendiagramm
Für die Daten aus dem Beispiel zu der absoluten und relativen Häufigkeit (21 % der Kunden hatten sich für Bronze, 59 % für Silber und 20 % für Gold entschieden) sieht das Streifendiagramm so aus:
Fazit
- Das Streifendiagramm stellt relative Häufigkeiten als Streifen eines Rechtecks dar; die Streifenbreite ist proportional zum Anteil.
- Geeignet für nominale und ordinale Daten mit wenigen Ausprägungen — analog zum Kreisdiagramm.
- Vorteil gegenüber dem Kreisdiagramm: mehrere Streifendiagramme nebeneinander (gestapelt) ermöglichen direkte Vergleiche zwischen Gruppen.
- Genaue Prozentwerte sollten stets mit angegeben werden, da Streifenbreiten allein nur grob ablesbar sind.
Selbsttest: Streifendiagramm
Aufgabe: Relative Häufigkeiten für Streifendiagramm berechnen
150 Kunden wurden nach ihrer Lieblingsfarbe befragt. Die Ergebnisse:
- Blau: 45 Kunden
- Rot: 30 Kunden
- Grün: 60 Kunden
- Sonstiges: 15 Kunden
a) Berechnen Sie die relativen Häufigkeiten (in %) für alle vier Kategorien.
b) Überprüfen Sie Ihr Ergebnis.
a) Relative Häufigkeiten (Anteil = Anzahl / Gesamt × 100):
Blau: 45 / 150 = 30 %
Rot: 30 / 150 = 20 %
Grün: 60 / 150 = 40 %
Sonstiges: 15 / 150 = 10 %
b) Probe: 30 + 20 + 40 + 10 = 100 % ✓